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Dienstag,19.07.2016 16:15 Alter: 2 yrs
Kategorie: Genuth

Ist "Unfall" wirklich "Unfall"?

Basiswissen und intelligente Lösungen zur privaten Unfallversicherung.


"Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben", lautet ein Zitat von Goethe.Im Hinblick auf die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes wird einmal mehr verdeutlicht, wie vergänglich ein Leben ist.Demnach registrierte die Polizei im vergangenen Jahr etwa zweieinhalb Millionen Verkehrsunfälle mehr als noch im Jahr zuvor. Müdigkeit, technische Mängel, Witterungseinflüsse, Fehlverhalten der Fahrer... Die Gründe für Verkehrsunfälle sind genau so unterschiedlich wie ihre Ausgänge.Demnach sei auch die Zahl der Unfalltoten um 84 Personen gestiegen. 84 Personen zu viel - dennoch zeigt eine aktuelle Statistik, dass sich lediglich knapp 5 % aller Unfälle im Straßenverkehr ereignen. Der mit Abstand größte Teil aller Unfälle - fast 70 % - fallen in den Bereich "Haushalt § Freizeit".Aus diesen Zahlen lässt sich klar erkennen, wie wichtig eine entsprechende private Unfallversicherung ist. In diesem Punkt liegt bei vielen das Problem:„Wieso sollte ich zusätzlich eine Unfallversicherung abschließen? Schließlich gibt es doch schon die gesetzliche!“

Der größte Unterschied zwischen den beiden Versicherungen besteht darin, dass die gesetzliche Unfallversicherung als Teil der Sozialversicherung ausschließlich Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle abdeckt, bzw. Unfälle, die sich auf dem direkten Arbeits-/Heimweg ereignen. Eben-falls versichert sind Schüler und Studenten in oder auf dem direkten Weg zur Schule oder Universität sowie Arbeitssuchende, auf dem Weg zum Jobcenter. Ziel der gesetzlichen Unfallversicherung ist es, dem Versicherungsnehmer die schnellstmögliche Genesung und Wiederaufnahme seiner Arbeitstätigkeit zu ermöglichen. Dies wird
u. a. unterstützt durch spezielle BG-Kliniken. Hauptaufgabe der BG-Kliniken ist die Behandlung und Wiederherstellung von schwer verletzten Unfallopfern und Menschen mit Berufskrankheiten. Sie begleiten ihre Patienten über die Entlassung hinaus zur Reha bis zur Rückkehr ins Berufs- und Privatleben nach dem Motto ² Reha vor Rente".

Wie jedoch obiges Schaubild zeigt, besteht die Absicherung über die gesetzliche Unfallversicherung nur in Ausnahmefällen und reicht in der Regel nicht aus.


Wo liegen die Unterschiede zur privaten Unfallversicherung?

Im Gegensatz zur gesetzlichen UV sind primär die finanziellen Folgen durch einen Unfall versichert.


Die Unfallversicherung mindert die finanziellen Folgen aus einem derartigen Ereignis. Deckung besteht dabei in der Regel 24 Stunden täglich bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens; auch während der Arbeitszeit.

Hier zur Verdeutlichung ein Beispiel aus dem Alltag: Herr S. verlor bei einem schweren Autounfall beide Beine. Da er künftig auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sind Umbaumaßnahmen in und am Haus der Familie dringend erforderlich. Für die Anbringung einer Rollstuhlrampe, die Verbreiterung von Türzargen und die Installation eines Treppenlifts werden 40.000 Euro veranschlagt. Für die Anschaffung eines Pkw, der einen auf seine Behinderung abgestimmten Umbau genoss, müssen nochmals 35.000 Euro eingeplant werden. Da die Familie eine Unfallversicherung abgeschlossen hatte, werden die privaten Ersparnisse verschont und Herrn S. wird trotz des herben Schicksalsschlags ein Stück Lebensqualität zurück geschenkt. Ohne private Unfallversicherung wäre Familie S. auf sich allein gestellt bzw. auf die notwendigste Unterstützung seitens der Krankenversicherung angewiesen.

Wie sich an dem Beispiel zeigt, können die alltäglichsten Situationen gravierende Unfälle auslösen, die immense persönliche, soziale und finanzielle Folgen mit sich ziehen. Wie wichtig ist hier Ihre kompetente Beratung und Fachkenntnis als Makler! Sprechen Sie bei offenen Fragen Frau Keyserlingk an. Er steht Ihnen jederzeit zur Verfügung.